Bärlauch-Butter selber machen: Mit nur drei Zutaten schmeckt sie wie vom Wochenmarkt

Bärlauch-Butter selber machen: Mit nur drei Zutaten schmeckt sie wie vom Wochenmarkt

Der frische Duft von Bärlauch kündigt im Frühjahr die kulinarische Saison an. Wer auf dem Wochenmarkt schon einmal diese köstliche Bärlauch-Butter probiert hat, weiß: der intensive Geschmack nach Knoblauch und Frühling ist unvergleichlich. Doch warum teuer kaufen, wenn man diese Delikatesse mit nur drei Zutaten selbst herstellen kann? Die Zubereitung ist kinderleicht und das Ergebnis schmeckt mindestens genauso gut wie vom Marktstand. Diese aromatische Butter verwandelt jedes Brot, jedes Steak und jede Ofenkartoffel in ein Geschmackserlebnis. Selbstgemacht weiß man genau, was drin steckt: keine Konservierungsstoffe, keine künstlichen Aromen, nur pure Natur. In wenigen Minuten entsteht eine Kräuterbutter, die sich wunderbar verschenken lässt oder den eigenen Vorratsschrank bereichert. Wer einmal selbst Hand angelegt hat, wird nie wieder zur gekauften Variante greifen wollen.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Butter vorbereiten

Die weiche Butter aus dem Kühlschrank nehmen und etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen. Sie sollte geschmeidig sein, aber nicht flüssig werden. Dies ist wichtig, damit sich die Zutaten später gut vermischen lassen. Eine zu kalte Butter lässt sich schlecht verarbeiten, eine zu warme verliert ihre Struktur. Die ideale Konsistenz erkennt man daran, dass sich die Butter leicht mit einer Gabel eindrücken lässt.

2.

Den getrockneten Bärlauch in eine Schüssel geben und mit den Fingern leicht zerreiben. Getrockneter Bärlauch hat ein sehr intensives Aroma, das sich beim Zerreiben noch verstärkt. Falls die getrockneten Blätter sehr groß sind, können sie vorher mit einem Messer grob gehackt werden. Dies sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung in der Butter und verhindert, dass später große Stücke beim Streichen stören.

3.

Die weiche Butter in die Schüssel zum Bärlauch geben. Das Meersalz hinzufügen. Nun mit einer Gabel alle Zutaten gründlich vermengen. Dabei immer wieder von unten nach oben arbeiten, damit sich der Bärlauch gleichmäßig in der Butter verteilt. Dieser Vorgang dauert etwa 3 bis 4 Minuten. Die Butter sollte eine schöne grüne Farbe annehmen und überall kleine Bärlauchlättchen sichtbar sein. Je länger man rührt, desto cremiger wird die Konsistenz.

4.

Jetzt ist der richtige Moment, die Butter zu probieren. Mit einem sauberen Löffel eine kleine Menge entnehmen und auf der Zunge zergehen lassen. Schmeckt sie intensiv genug nach Bärlauch? Ist genug Salz vorhanden? Falls nötig, kann jetzt noch nachgewürzt werden. Dabei immer vorsichtig vorgehen, denn nachsalzen ist einfacher als eine zu salzige Butter zu retten. Der Geschmack sollte ausgewogen sein: die Butter trägt, der Bärlauch dominiert, das Salz hebt alles hervor.

5.

Ein Stück Frischhaltefolie auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Die Bärlauch-Butter mit einem Löffel in die Mitte der Folie geben. Nun die Folie über die Butter klappen und mit den Händen eine Rolle formen. Dabei die Butter vorsichtig von den Seiten zur Mitte drücken, bis eine gleichmäßige Wurst entsteht. Die Enden der Folie eindrehen wie bei einem Bonbon. Diese Form erleichtert später das Portionieren: einfach Scheiben abschneiden nach Bedarf.

6.

Die geformte Butterrolle für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank legen. Dort wird sie wieder fest und lässt sich perfekt schneiden. Im Kühlschrank hält sich die selbstgemachte Bärlauch-Butter etwa 2 Wochen. Wer länger Freude daran haben möchte, kann sie auch einfrieren. Dafür die Rolle in Scheiben schneiden, einzeln in Folie wickeln und in einem Gefrierbeutel aufbewahren. So hat man immer eine Portion griffbereit und kann bei Bedarf nur die benötigte Menge auftauen.

Gisela

Tipp vom Chefkoch

Wer die Butter noch verfeinern möchte, kann eine Prise frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer hinzufügen. Dies gibt eine leichte Schärfe, die wunderbar mit dem Bärlauch harmoniert. Ein weiterer Tipp: die Butter vor dem Servieren etwa 10 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie streichfähig wird und ihr volles Aroma entfalten kann. Für eine besonders feine Konsistenz kann man die Butter auch mit einem Handrührgerät aufschlagen, dann wird sie luftig-leicht. Getrockneter Bärlauch ist dem frischen vorzuziehen, wenn man die Butter länger lagern möchte, da frischer Bärlauch mehr Feuchtigkeit enthält und die Haltbarkeit verkürzt.

Passende Getränke zur Bärlauch-Butter

Wird die Bärlauch-Butter zu frischem Brot als Vorspeise gereicht, passt ein kühler Weißwein hervorragend dazu. Ein Grüner Veltliner aus Österreich oder ein Silvaner aus Franken harmonieren mit den würzigen Knoblauchnoten. Auch ein trockener Riesling unterstreicht die Frische des Bärlauchs. Wer lieber Bier trinkt, wählt ein helles Lagerbier oder ein frisches Pils. Die Kohlensäure erfrischt den Gaumen zwischen den Bissen. Zu gegrilltem Fleisch mit Bärlauch-Butter darf es auch ein leichter Rotwein sein, etwa ein Spätburgunder. Für Nicht-Alkoholiker eignet sich ein spritziges Mineralwasser mit Zitrone oder ein hausgemachter Kräuter-Eistee.

Zusätzliche Info

Die Geschichte des Bärlauchs reicht weit zurück. Schon die Germanen und Kelten schätzten die wilde Pflanze als Heilkraut und Gewürz. Der Name leitet sich vermutlich davon ab, dass Bären nach dem Winterschlaf die Blätter fressen, um neue Kraft zu tanken. Im Mittelalter galt Bärlauch als Zauberpflanze, die böse Geister vertreiben sollte. Heute erlebt das Frühlingskraut eine Renaissance in der modernen Küche. Von März bis Mai sprießt der wilde Knoblauch in schattigen Wäldern und Auen. Dabei ist Vorsicht geboten: die Blätter ähneln den giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen. Wer selbst sammelt, sollte die Blätter zwischen den Fingern zerreiben – nur Bärlauch duftet nach Knoblauch. Getrockneter Bärlauch bietet eine sichere Alternative und ist das ganze Jahr verfügbar. Die Butter ist nicht nur lecker, sondern auch gesund: Bärlauch enthält viel Vitamin C, wirkt verdauungsfördernd und soll den Blutdruck senken. In der Volksheilkunde wird ihm eine reinigende Wirkung zugeschrieben.

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