Osterquiche mit Spinat und Feta: Das Rezept, das auch am nächsten Tag noch schmeckt

Ostern steht vor der Tür, und mit ihm die Frage, was auf den Brunch-Tisch kommt. Eine Quiche mit frischem Spinat und salzigem Feta löst dieses Problem auf elegante Weise – sie lässt sich am Vorabend vorbereiten, schmeckt warm wie kalt und wird über Nacht im Kühlschrank sogar noch aromatischer. Wer am Ostersonntag lieber Zeit mit der Familie verbringt als in der Küche zu stehen, findet hier genau das richtige Rezept.

Diese Osterquiche mit Spinat und Feta verbindet einen buttrigen Mürbeteig mit einer cremigen Eierfüllung, die durch den Feta eine angenehm salzige Note bekommt. Das Rezept funktioniert mit frischem Blattspinat genauso gut wie mit der Tiefkühlvariante, ist unkompliziert in der Zubereitung und lässt sich wunderbar an den eigenen Geschmack anpassen.

  • Vorbereitung: 25 Minuten
  • Kühlzeit Teig: 30 Minuten
  • Backzeit: 40 Minuten
  • Portionen: 8 Stücke
  • Schwierigkeit: leicht bis mittel
  • Kosten: €€

Zutaten

Für den Mürbeteig

  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • 125 g kalte Butter, in Würfeln
  • 1 Eigelb
  • 3–4 EL eiskaltes Wasser
  • 1 Prise Salz

Für die Füllung

  • 300 g frischer Blattspinat (oder 200 g TK-Spinat, aufgetaut und ausgedrückt)
  • 200 g Feta
  • 4 Eier
  • 200 ml Sahne
  • 100 ml Milch
  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein gewürfelt
  • 2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 2 EL Olivenöl
  • ½ TL frisch geriebene Muskatnuss
  • Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • Einige Kirschtomaten zum Garnieren (optional)

Ustensilien

  • Tarteform oder Quicheform (Ø 26–28 cm, am besten mit Hebeboden)
  • Backpapier und Hülsenfrüchte zum Blindbacken
  • Große Pfanne
  • Große Rührschüssel
  • Schneebesen
  • Nudelholz
  • Küchensieb oder sauberes Geschirrtuch

Zubereitung

1. Den Mürbeteig von Hand herstellen

Geben Sie das Mehl zusammen mit der Prise Salz auf eine saubere Arbeitsfläche oder in eine große Schüssel. Verteilen Sie die kalten Butterwürfel darüber und arbeiten Sie beides mit den Fingerspitzen rasch zu einer krümeligen Masse. Der Teig soll dabei nicht warm werden – kalte Butter ist der Schlüssel zu einem mürben, blättrigen Boden. Fügen Sie das Eigelb und das eiskalte Wasser hinzu und kneten Sie alles zügig zu einem glatten Teig zusammen. Sobald er sich zu einer Kugel formen lässt, hören Sie auf. Zu langes Kneten aktiviert das Gluten im Mehl, und der Boden wird zäh statt zart. Wickeln Sie die Teigkugel in Frischhaltefolie und legen Sie sie für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

2. Den Spinat vorbereiten und anbraten

Während der Teig ruht, waschen Sie den frischen Blattspinat gründlich und lassen ihn abtropfen. Erhitzen Sie das Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze und dünsten Sie die Zwiebelwürfel darin etwa drei Minuten an, bis sie glasig werden. Den Knoblauch kurz mitrösten – eine Minute genügt, damit er sein Aroma entfaltet, ohne bitter zu werden. Geben Sie den Spinat portionsweise in die Pfanne. Er fällt schnell zusammen, das ist normal. Nach etwa zwei Minuten ist er zusammengefallen und weich. Den Spinat in ein Sieb geben und mit einem Löffel kräftig ausdrücken. Überschüssige Flüssigkeit würde die Füllung verwässern und den Teigboden aufweichen. Bei TK-Spinat gilt dasselbe: erst vollständig auftauen, dann so gründlich wie möglich ausdrücken.

3. Den Teigboden blindbacken

Heizen Sie den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Rollen Sie den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Fläche kreisförmig aus, etwas größer als Ihre Form. Legen Sie die Tarteform damit aus und drücken Sie den Teig vorsichtig in die Ränder. Steht Teig über, schneiden Sie ihn mit einem Messer am Rand ab. Stechen Sie den Boden mit einer Gabel mehrfach ein – das verhindert, dass sich Blasen bilden. Legen Sie ein Stück Backpapier auf den Teig und füllen Sie es mit getrockneten Hülsenfrüchten oder speziellen Blindbackkugeln. Dieses sogenannte Blindbacken sorgt dafür, dass der Boden seine Form behält und nicht aufgeht. Schieben Sie die Form für 12 Minuten in den Ofen. Dann entfernen Sie das Papier samt Gewichten und backen den Boden weitere 5 Minuten, bis er leicht matt und trocken aussieht.

4. Die Eiermasse anrühren und die Quiche füllen

Verquirlen Sie die Eier in einer Schüssel mit Sahne und Milch, bis eine homogene Masse entsteht. Würzen Sie mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer. Beim Salz ruhig zurückhaltend sein – der Feta bringt schon eine kräftige Würze mit. Verteilen Sie den ausgedrückten Spinat gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden. Zerbröckeln Sie den Feta mit den Händen in grobe Stücke darüber. Grobe Stücke sind hier besser als fein zerkrümelter Käse, weil man beim Essen auf kleine Inseln aus salzigem, cremigem Feta trifft. Gießen Sie die Eiermasse vorsichtig darüber. Falls Sie Kirschtomaten verwenden, halbieren Sie diese und setzen sie mit der Schnittfläche nach oben leicht in die Füllung.

5. Die Quiche goldbraun backen

Schieben Sie die gefüllte Quiche bei 180 °C auf der mittleren Schiene in den Ofen. Die Backzeit beträgt etwa 35 bis 40 Minuten. Die Quiche ist fertig, wenn die Oberfläche eine goldbraune Farbe angenommen hat und die Füllung in der Mitte nur noch leicht wackelt, wenn Sie die Form sanft bewegen. Dieses leichte Wackeln ist kein Zeichen mangelnder Garzeit – die Eiermasse zieht beim Abkühlen noch nach und wird fest. Nehmen Sie die Quiche aus dem Ofen und lassen Sie sie mindestens 15 Minuten ruhen, bevor Sie sie anschneiden. Dieser Moment Geduld lohnt sich: Die Stücke lassen sich sauberer herauslösen, und die Aromen verbinden sich.

Mein Tipp vom Profi

Bereiten Sie die Quiche am Samstag vor Ostern komplett zu und stellen Sie sie nach dem Abkühlen abgedeckt in den Kühlschrank. Über Nacht zieht die Füllung durch, die Aromen von Feta, Spinat und Muskatnuss verbinden sich auf eine Weise, die frisch aus dem Ofen so nicht möglich ist. Am Ostersonntag können Sie die Quiche kalt servieren oder bei 160 °C etwa 10 Minuten aufwärmen. Wer den Boden besonders knusprig mag, bestreicht ihn nach dem Blindbacken dünn mit verquirltem Eiweiß – das versiegelt die Oberfläche und schützt vor Feuchtigkeit aus der Füllung.

Passende Weine

Zu einer Quiche mit Spinat und Feta sucht man einen Wein, der die salzige Würze des Käses auffängt, ohne die feinen Aromen des Spinats zu überdecken. Frische und eine dezente Säure sind hier willkommen.

Ein Grauburgunder aus der Pfalz oder Baden passt hervorragend – er bringt genug Körper mit, um neben dem Feta zu bestehen, und hat dabei eine schöne, reife Fruchtigkeit. Alternativ funktioniert ein trockener Riesling aus dem Rheingau mit seiner klaren Säurestruktur sehr gut, besonders wenn die Quiche kalt als Brunch-Gericht serviert wird. Wer es unkomplizierter mag, greift zu einem leichten Weißburgunder – er passt eigentlich immer.

Mehr über dieses Gericht

Die Quiche stammt ursprünglich aus der französischen Region Lothringen, wo sie als Quiche Lorraine mit Speck und Sahne zur Alltagsküche gehört. Von dort aus hat sie sich in unzähligen Varianten über ganz Europa verbreitet. Die Kombination mit Spinat und Feta ist eine Anleihe an die griechische Küche, genauer an Spanakopita, ein Blätterteiggebäck mit Spinat-Käse-Füllung. Beide Traditionen zusammenzubringen – die cremige französische Eierfüllung und die kräftige griechische Würze – hat sich als Rezept etabliert, das bei Brunch, Buffet und Picknick gleichermaßen funktioniert.

Gerade zu Ostern hat die Quiche ihren großen Auftritt, weil sie so vielseitig servierbar ist. Warm als Hauptgericht mit einem grünen Salat, kalt als Teil eines Osterbrunchs oder in kleinen Stücken als Fingerfood zum Sektempfang. Sie transportiert sich gut, lässt sich problemlos am Vortag zubereiten und erntet erfahrungsgemäß immer dann die meisten Komplimente, wenn sie schon einen Tag alt ist.

Nährwerte (pro Stück, ca.-Angaben)

NährstoffMenge
Kalorien~340 kcal
Eiweiß~14 g
Kohlenhydrate~24 g
Fett~22 g

Häufige Fragen

  • Kann ich fertigen Blätterteig oder Mürbeteig verwenden? Ja, das spart Zeit. Fertig ausgerollter Mürbeteig aus dem Kühlregal funktioniert gut – das Blindbacken sollten Sie trotzdem nicht überspringen, sonst wird der Boden matschig.
  • Wie lange hält sich die Quiche im Kühlschrank? Gut abgedeckt bleibt sie bis zu drei Tage frisch. Am zweiten Tag schmeckt sie vielen sogar am besten, weil sich die Aromen weiter entfaltet haben.
  • Lässt sich die Quiche einfrieren? In Stücke geschnitten und einzeln in Folie gewickelt hält sie sich etwa zwei Monate im Tiefkühler. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank stellen und dann kurz bei 160 °C aufbacken.
  • Welche Varianten bieten sich an? Getrocknete Tomaten, Oliven oder Pinienkerne passen gut zur Spinat-Feta-Kombination. Auch Ziegenkäse statt Feta verleiht der Quiche einen anderen, etwas milderen Charakter.